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Adventsgedanken zur Modelleisenbahn

„Alles einsteigen!“, so schallt die Stimme des Schaffners durch die stille Winternacht, wenn der „Polarexpress“ im gleichnamigen Film in den verschlafenen Orten hält und die Kinder zur Fahrt an den Nordpol zusteigen lässt.

„Alles einsteigen“, das könnte aber auch als Motto über den vielen Modellbahnausstellungen stehen, die jetzt in der Adventszeit allerorten kleine und große Besucher anlocken: Adventszeit ist Modellbahnzeit.
Die Modelleisenbahn, die meist sprichwörtlich, aber manchmal auch real unter dem Weihnachtsbaum fährt, hatte seit langer Zeit ihren festen Platz auf den Wunschzetteln vor allem der Jungs – und nicht wenige Väter begeisterten sich beim heimlichen Kauf oder Bau der gewünschten Eisenbahn für dieses Spielzeug. Hier steht „hatte“, denn die Modelleisenbahn erhielt in den vergangenen Jahren viel Konkurrenz, und sie hat sich das (Über-)Leben aber auch selbst schwergemacht. Mit dem Drang nach Details und Perfektion stiegen die Preise, wurde aus dem Kinderspielzeug ein Spielzeug oder ein Sammelobjekt für Erwachsene. Die Modelleisenbahn hat es schwerer, in den Kinderzimmern anzukommen, aber dennoch sieht man sie noch, die leuchtenden Kinderaugen vor den Schaufenstern der Modellbahngeschäfte oder bei den Ausstellungen der vielen Modellbahnvereine.

Wie passt das zusammen, worin liegt heute noch der Reiz der Modelleisenbahn?

Vielleicht liegt es an den Zügen, die man selbst steuern kann. Vielleicht beeindruckt die Technik, die sich auf kleinstem Raum in einer Modellbahnlok versammelt. Vielleicht ist es das Handwerk, das Tätigsein, das Sägen, das Bohren, das Hämmern, das Löten und Verdrahten, das Bauen und „Begrünen“. Vielleicht begeistern aber auch die kleinen Geschichten, die man auf der eigenen Anlage nacherzählt oder neu erfindet. Wahrscheinlich ist es von jedem etwas und sicher besteht die größte Faszination in der Erschaffung einer kleinen Welt, dem liebevollen und detailgetreuen Abbild unserer großen. Auf der Modellbahnanlage können manche Träume Wirklichkeit werden, die Modellbahn kann die Fantasie anregen und sie macht unsere zunehmend digitale Welt zumindest für kurze Zeit auf eine andere Art begreifbar.
Wohl deshalb erfreuen sich Modellbahnausstellungen immer noch so großer Beliebtheit, und wenn wir beobachten, wie sich Kinder und Eltern oder Großeltern Zeit nehmen für die kleine Eisenbahn, wenn sich die Eltern und Großeltern wiederholt geduldig die Ereignisse auf der Modellbahn erklären lassen, wenn die kleinen und großen Kinder „ihren Modellbahnzug“ auf seinem Weg über die Anlage begleiten, dann sind wir uns sicher: Die Modelleisenbahn hat noch eine lange Zukunft vor sich.
Wir hoffen, Sie finden, – oder besser – Sie nehmen sich in diesem Jahr die Zeit, im Advent eine Modellbahnausstellung zu besuchen, sie gehört einfach dazu – und eventuell entdecken Sie, wie schon so viele vor Ihnen, einen Traum aus Kindertagen als neues Hobby, ob allein, mit Kindern bzw. Enkeln oder in einem Verein wie dem unseren.
Und vielleicht können Sie sich den Zauber der Weihnacht – wie es im „Polarexpress“ melancholisch heißt –, die Unbeschwertheit des Kindseins für einige Zeit zurückholen und inne halten – und sich Hineinträumen in die kleinen Welten, weit weg vom Alltag.

Die Arbeitsgemeinschaft Modellbahn Meißen e. V. wünscht Ihnen eine schöne und besinnliche Adventszeit.

Eintrag vom 03.12.18
Kategorien: Aktuelles

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